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Den Kite richtig packen – Am Strand bei Sturm, für Reisen und zum Lagern im Winter

Feb 25, 2020 | SPLEENE Talk

Beim Kite packen gibt es kein Richtig oder Falsch im herkömmlichen Sinn. Aber es gibt unterschiedliche Packvarianten, welche dir in bestimmten Situationen helfen können, deinen Kite entweder kleiner, schneller oder ordentlicher zu packen. Wir zeigen dir wie du so viel Kite Ausrüstung wie nur möglich in deinem Travelbag verstauen kannst und worauf du achten musst, wenn du einen Kite für einen längeren Zeitraum nicht verwenden wirst. Darüber hinaus erfährst du in diesem Artikel, worauf du achten musst, damit weder das Segeltuch noch die Bladder des Kites beim Einpacken einen Schaden davontragen.

Kite packen am Strand

Du kommst superstoked nach einer tollen Kitesurf-Session vom Wasser, freust dich erstmal riesig und willst einfach nur mit deinen Freunden abhängen und dich über gelungene Moves oder hohe Sprünge austauschen! Doch eines solltest du nicht vergessen: Sonne, Sand und Wind sind die größten Feinde deines Kites, der noch immer am Strand liegt. Die Sonne bzw. das UV-Licht schädigt langsam, aber sicher das Segeltuch deines Kites. Solange du den Kite verwendest und dieser in der Luft ist, kannst du das natürlich nicht ändern oder verhindern. Doch wenn der Kite aber nicht mehr in Verwendung ist – und sei es nur für eine Stunde – solltest du den Kite entlüften und im Schatten platzieren. Natürlich sieht man die Auswirkungen von UV-Licht am Kitetuch nicht sofort nach der Benützung oder nach einem kurzen Zeitraum, aber wenn du lange Zeit Spaß an deinem Kite und seinem coolen Design haben willst oder einen guten Wiederverkaufswert erzielen möchtest, solltest du darauf achten, deinen Kite nicht unbenutzt am Strand liegen zu lassen.

Kitesurfer springt an der Ostsee durch die Luft

Kite am Strand packen bei viel Wind

Bestimmt kennst du wie viele andere Kitesurfer das Problem von sandigen Kites, wenn du nach einer Kitesession am Strand deinen Kite einpackst. Sand kann ebenso schädlich für deinen Kite sein wie die stundenlange Lagerung in der Sonne oder ein Segeltuch, das durch den ständigen starken Wind für längere Zeit flattert. Sand verhält sich wie ein Schleifpapier – insbesondere, wenn du den Kite klein zusammenfaltest, im Bag verstaust und dieser während der Autofahrt im Kofferraum von einem Eck ins Andere rollt.  Manchmal lässt es sich aber leider nicht vermeiden, den Kite schnell einzupacken und ungewollt jede Menge Sand mitzutransportieren.

Wenn du regelmäßig kiten gehst und deine Kitetage nicht nach den Sonnenstunden ausrichtest, kennst du bestimmt das Gefühl eines feuchten Kite Tuchs, an dem der Sand beim Einrollen des Kites nur allzu gut haftet. Dies passiert vor allem, wenn der Wind auch nach Beendigung deiner Session nicht nachlässt und keine Windabdeckung oder ein sauberer Untergrund zum Einpacken in Sicht ist. In dieser Situation ist es ohne fremde Hilfe nicht besonders einfach oder schier unmöglich den Kite in Längsrichtung zum Wind auf den Boden zu legen, um den Kite wie gewohnt von außen zur Mitte hin von beiden Seiten einzurollen. Ab einer gewissen Windstärke stellt es bereits eine Schwierigkeit dar, den Kite überhaupt der Längsrichtung nach ruhig auf den Boden zu legen.

TIPP: Falls dein Kite an der Trailing Edge Segellatten verbaut hat, achte bitte bei allen unten genannten Kite-Packvarianten darauf, diese beim Packen nicht zu beschädigen!

 

So packst du den Kite bei viel Wind am Strand:

Du nimmst den Kite wie gewohnt zum Entlüften in die Hand und öffnest das Deflate Ventil. Der Ventilverschluss sollte vor dem Einpacken immer in der Neoprenkappe verstaut werden, um Beschädigungen des Tuches während des Transports zu vermeiden. Im Anschluss greifst du mit einer Hand von außen an die Mitte des Tuches und drehst dich mit dem Kite in den Wind. Der Wind sollte nun den Kite mittig falten und die Wingtips liegen aufeinander, sobald du den Kite auf den Boden legst. Zur Sicherung des Kites positionierst du dein Kiteboard mit den Finnen nach oben auf den Kite und gehst zu den Wingtips. Wie gewohnt rollst du nun beide Wingtips zur Mitte hin ein und entlüftest dabei die Front- und Quertubes. In der Mitte angekommen, faltest du den Kite noch von der Trailing Edge in Richtung Fronttube und erreichst damit das gewohnte Packmaß.

In der Regel wird dein Kite nun feucht und versandet sein. Sobald du zuhause ankommst, solltest du den Kite trocknen und von Sand befreien. Achte darauf, dass du den Kite an der Innenseite zwischen Flugtuch und Fronttube vom Sand befreist, hier ist die Reibung im aufgepumpten Zustand am Größten.

 

Kite am Strand packen bei viel Wind – Quick and dirty

Sofern du genügend Platz im Auto hast und das Packmaß wenig Rolle spielt, kannst du deinen Kite nach dem Entlüften auch längs zur Windrichtung auf den Boden legen und von einem Wingtip zum anderen aufrollen. Da jedoch bei den meisten Kites die Entlüftungsventile mittig platziert sind, ist das Entlüften ab der zweiten Hälfte nicht mehr möglich, deshalb empfehlen wir diese Variante nur eingeschränkt und nur für den Transport vom Kitespot nach Hause.

Kite packen und im Kitebag verstauen

Wenn sich die Möglichkeit ergibt deinen Kite auf einem trockenen, sauberen und weichen Untergrund zu packen, ohne diesen in den Sand zu legen, solltest du diese Gelegenheit nutzen. Wenn du deinen Kite auf einer Wiese einpackst, dann solltest du ebenfalls vorsichtig sein, da sich zwischen dem Gras oft kantige Steine verstecken, welche deinen Kite beschädigen könnten. Wenn du deinen Kite trocken, ohne Sand und ordentlich packst, kannst du den Kite auch für einen längeren Zeitraum in einem trockenen Raum zuhause lagern, ohne dadurch Beschädigungen oder Verfärbungen befürchten zu müssen.

Verfärbungen des Kitetuchs: Diese entstehen, wenn du den Kite feucht oder nass einpackst und mehrere Tage im Kitebag liegen lässt. Oft färben dadurch dunkle Farben auf helle Farben ab. Stockflecken entstehen ebenfalls wenn der Kite nass eingepackt wird und im Kitebag über mehrere Tage gelagert wird. Stockflecken sind Schimmelpilze und stellen genauso wie Verfärbungen lediglich einen optischen Mangel dar. Dennoch senken sowohl Verfärbungen als auch Stockflecken den Wiederverkaufswert deines Kites und schon aus diesem Grund solltest du deinen Kite immer trocken lagern.

So packst du deinen Kite richtig: Leg deinen Kite nach dem Entlüften auf einen sauberen und weichen Untergrund. Achte darauf, dass die Naht der Fronttube nach innen zeigt und flach aufliegt. Die Bridles sollten ebenfalls sandfrei sein und innen auf dem Kitetuch liegen. Die Klemmen der Quertubes und alle Ventile sind geöffnet. Dann beginnst du auf einer Seite und faltest einen Wingtip etwa 40 Zentimeter ein. Weiters beginnst du am Falz das Kitetuch zur Mitte hin entlang der Fronttube einzurollen. Dabei rollst du nicht parallel zu den Quertubes, sondern achtest darauf, dass die Fronttube immer ordentlich flach gerollt wird. Wenn du in der Mitte ankommst, ergibt es wieder einen 45 Grad Winkel zur Fronttube. Um ein kompaktes Packmaß zu erreichen, musst du die Quertubes ebenfalls komplett entlüften, streife dazu mit der flachen Hand von hinten Richtung Fronttube über die Quertubes. Nachdem du auch die andere Seite aufgerollt hast, legst du beide Rollen übereinander und faltest die Rolle von hinten zweimal in Richtung Fronttube.

Kite klein packen für eine Kitesurfreise – Golfbag

Je nachdem mit welchem Verkehrsmittel du reist, ist entweder das Packmaß oder das Gewicht oder auch beides der ausschlaggebende Faktor beim Packen für den Kiteurlaub. Bei Flugreisen schränken Airlines das Maß und auch das Gewicht von Kitebags individuell ein, bei manchen spielt das Gewicht eine größere Rolle und bei anderen die Maße. Eines haben allerdings alle Airlines gemeinsam: das absolute Höchstgewicht liegt bei 32kg, dieses Gewicht ist dem Arbeitnehmerschutz geschuldet und darf offiziell auch gegen Bezahlung nicht überschritten werden, beziehungsweise müssen Gepäckstücke über 32 Kilogramm als Cargo aufgegeben werden, was meist sehr teuer ist.

Ist man allerdings mit einem Wohnmobil unterwegs, spielt das Packmaß eines einzelnen Kites oder das Gewicht nur wenig Rolle. Und selbst wenn der Platz im Inneren des Fahrzeugs nicht ausreicht, gibt es Erweiterungsmöglichkeiten wie Dachboxen oder auch Anhänger.

Welches Kitebag ist das Beste für Flugreisen?

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen man ahnungslosen Airline Mitarbeitern ein Kitegepäck als Golfgepäck unterjubeln konnte und damit nichts für den Transport bezahlen musste. Auch wenn das mancherorts und in Ausnahmefällen noch funktionieren mag, kann es auch passieren, dass die Airline sich weigert nicht angemeldetes Sportgepäck zu transportieren. In diesem Fall ist der entspannte Urlaub auch schon vorbei, bevor dieser so richtig begonnen hat.

Um das richtige Kitebag für deine Kitereisen auszuwählen, musst du überlegen wie viele Kites und welche Kiteboards du mit in den Kiteurlaub nehmen willst. Dies ist in der Regel vom Reiseziel abhängig, jedoch deckst du mit drei Kites und ein bis zwei Boards eine breite Windrange und viele verschiedene Bedingungen ab. Wenn du mit einer zweiten Person verreist, lässt sich die Windrange mit ein bis zwei zusätzlichen Kites beziehungsweise einem Kiteboard zu so gut wie verdoppeln. Wenn du ein Directional zum Wavekiten oder Kitefoilen in dein Kitebag packen willst, musst du genau auf die Vorgaben der Airlines zur maximalen Länge achten. Manche Airlines begrenzen die maximale Länge von Kitebags mit 140 Zentimetern.

Ein großes Kitebag birgt immer die Gefahr zu viel einzupacken und damit Übergepäck zu riskieren. Ein kleines Kitebag hat zwar ein kompaktes Packmaß, aber auch weniger Stauraum zum Verpacken deiner Kitesurf Ausrüstung. Oft lohnt es sich einen Blick auf die Airlines am nächsten Flughafen zu werfen. Nutzt du eine bestimmte Airline regelmäßig oder sammelst vielleicht Meilen bei einer Airline, weil du auch beruflich öfter fliegst? Eventuell erhältst du dadurch Vergünstigungen bei der Mitnahme von Kitegepäck. Wenn du dies ein wenig eingrenzen kannst und zum Beispiel jedes Jahr an einen bestimmten Ort reist, dann weißt du auch meist die Antwort auf die Frage nach der Größe deines Kitebags.

Kites Vakuum verpacken

Das ist kein Scherz! Wenn das Packmaß ein wichtiges Kriterium ist, kannst du deine Kites auch Vakuum verpacken, um das Packmaß zu reduzieren. Dazu musst du zuerst deine Kites wie oben geschildert so klein wie möglich zusammenlegen. Dann gibt es zum einen professionelle Vakuumbeutel, welche mittels eines Staubsaugers entlüftet werden und den Inhalt – in diesem Fall deinen Kite – auf das kleinste Packmaß schrumpfen lassen. Zum anderen ist dann noch eine Do-it-yourself Variante mit Müllsack und einer Kitepumpe. Am besten funktioniert das mit Unterstützung einer weiteren Person. Der Kite kommt ordentlich gefaltet in den Müllsack und wird von der zweiten Person festgehalten. Denn Schlauch der Pumpe auf „Deflate“ justieren und das Ende des Schlauches in den Sack stecken. Mit einer Hand den Schlauch und die Sacköffnung festhalten und die Pumpe betätigen. Ist die Luft aus dem Sack, dann drehst du die Öffnung des Sack und verhinderst damit, dass wieder Luft eindringt. Nun noch die Öffnung mit Klebeband verschließen und der Kite bleibt in dieser kompakten Form, bis du den Sack wieder öffnest.

Mehrere Kites zusammenrollen und im Golfbag verstauen

Eine weitere Variante, um Kites platzsparend zu packen und in einem Kitebag zu verstauen, ist es mehrere Kites übereinander zu legen und diese wie gewohnt zusammenzurollen. Wichtig dabei ist, die Kites von groß nach klein zu stapeln. Dabei sollte die Trailing Edge der Kites so gut es geht übereinander positioniert werden. Im Anschluss rollst du die Kites wie gewohnt von beiden Wingtip Seiten zur Mitte und packst das Bündel an Kites gemeinsam in dein Kitesurf Reisebag.

Den Kite klein packen und als Handgepäck mitnehmen. Geht das?

Um einen Kite im Handgepäck zu transportieren, muss dieser nicht besonders klein gepackt werden, es sei denn du willst weitere Gegenstände im Handgepäck transportieren. Aktuell ist das maximale Gewicht von Handgepäck meist mit acht bis zehn Kilogramm nach oben hin begrenzt. Dabei darf die Summe aus Länge, Breite und Höhe des Gepäcksstück 115 cm nicht überschreiten. Ein Kite Rucksack eignet sich übrigens hervorragend als Handgepäck Rucksack. Wenn Du den Rucksack des SPLEENE QX 15,5 nimmst und einen kleinen Kite reinpackst, hast du noch immer genügend Platz für einige Gegenstände, die du im Handgepäck transportieren kannst.

FAQs – Kite einpacken

Schadet Salzwasser dem Kite?

Salzwasser schadet dem Kite nicht.

Schadet Sand dem Kite?

Sand ist wie ein Schleifmittel und schadet deinem Kite indem es die imprägnierte Schicht am Kitetuch nach und nach abträgt.

Schadet Salzwasser meiner Bar?

Grundsätzlich schadet Salzwasser deiner Bar nicht. Um die Lebensdauer deiner Bar zu verlängern, empfehlen wir dennoch nach jeder Kitesession die Bar mit Süßwasser zu spülen.

Schadet dem Kite ein kleines Packmaß?

Nein, bei längerer Lagerung solltest du dem Kite aber dennoch etwas Platz geben, damit das Material nicht unter Dauerstress steht.

Muss der Kite beim Einpacken trocken sein?

Ja, um Verfärbungen, Stockflecken und Schimmel zu verhindern, sollte der Kite nie länger als einen Tag nass verpackt sein.

Wie trocknet man den Kite am besten vor dem Einpacken?

Der Kite sollte leicht aufgepumpt im Schatten getrocknet werden.

Wie packt man den Kite für die Winterpause?

Sofern der Platz vorhanden ist und die Kites trocken sind, kannst du die Kites in Zigarrenform locker übereinanderlegen oder aber auch im Kitebag lagern. Wichtig dabei ist lediglich, dass der Raum eine gleichbleibende Temperatur aufweist und auf keinen Fall feucht ist.

Ein- und Auslaussventile am Kite vor dem Einpacken öffnen oder schließen?

Alle Ein- und Auslassventile am Kite sollten bei Nichtbenutzung geöffnet werden. Ansonsten kann es passieren, dass sich die Ventile durch den Verschluss dehnen und damit undicht werden. Achte darauf den Ventilverschluss vor dem Einpacken in der Neoprenkappe zu verstauen, damit keine Beschädigungen des Tuches entstehen können.

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