SPLEENE Store

GET IT NOW

SPLEENE Store

Twintip Kiteboard – Glasfaser und Carbon Board erklärt!

Nov 4, 2020 | SPLEENE Talk

Das Twintip Kiteboard oder auch BiDi (Bi-Directional) genannt, lässt sich in beide Richtungen steuern, ohne einen Fußwechsel zu machen. Das anfängerfreundliche Handling und der gute Stand – vor allem auf größeren Kiteboards wie der SPLEENE Door – erleichtern die ersten Meter ungemein. Doch Twintip ist nicht gleich Twintip. Unabhängig von Einsatzgebiet, Shape und der bevorzugten Disziplin kann man bei vielen Twintip Kiteboard Modellen zwischen einer Glasfaser Konstruktion und einer Carbon Bauweise wählen.

Ist ein Carbon Kiteboard besser als ein Glasfaser Twintip?

Diese Frage lässt sich nicht ganz einfach beantworten, da neben den objektiven Fakten auch das subjektive Fahrgefühl beim Kitesurfen und das individuelle Fahrkönnen sowie das Einsatzgebiet für eine Beurteilung herangezogen werden müssten.

In diesem Beitrag wollen wir dir helfen, einen Überblick über die beiden Twintip Bauweisen und den Shape zu geben, damit du beim nächsten Boardkauf besser einschätzen kannst, worauf du achten musst.

Glasfaser vs. Carbon Kiteboard

Twintip Boardshape

Um die Vor- und Nachteile der Twintip Bauweisen besser veranschaulichen zu können, ist es notwendig zu verstehen, welcher Teil des Boards für welche Fahreigenschaft beim Kitesurfen zuständig ist.

Outline – Twintip Kiteboard

Die Outline definiert nicht nur den Umriss eines Kiteboards, sondern ist auch maßgeblich für die Fahreigenschaften verantwortlich. Grundsätzlich wird dabei zwischen einer geraden oder konvexen Outline unterschieden.

Gerade oder Straight Outline

Eine gerade oder parallele Outline weist von Tip zu Tip und von oben betrachtet annähernd dieselbe Breite auf. Eine lange gerade Kante verleiht dem Kiteboard einen höheren Gegendruck, was sich positiv für die Upwind Eigenschaften und einen guten Pop auswirkt.

gerade outline eines kiteboards

Konvexe oder Curved Outline

Eine konvexe oder runde Outline zeichnet sich wiederum von oben betrachtet durch schmälere Tips im Vergleich zur breiteren Mitte des Kiteboards aus. Eine runde Outline verleiht dem Board positive Carving Eigenschaften und eine einfachere Kontrolle beim Kitesurfen.

wakestyle kiteboard - spleene kiteboarding

Konkave

Die Konkave beschreibt den Verlauf der Kurve am Unterwasserschiff, wenn man das Kiteboard in Längsrichtung betrachtet. Single oder Double Konkaven sorgen für einen gezielten Verlauf der Wasserströmung an der Lauffläche, um die Geschwindigkeit des Boards oder die Upwind Eigenschaften zu optimieren.

Single Konkave

Eine Single Konkave am Unterwasserschiff des Kiteboards sorgt für ein frühes Angleiten, Grip an der Kante und verbessert die Höhelauf Eigenschaften. Wird das Board plan gefahren, wirkt sich eine Single Konkave auch positiv auf die Richtungsstabilität aus.

single konkave kiteboard

Doppel Konkave

Die Doppel Konkave am Unterwasserschiff verleiht dem Kiteboard zusätzliche Steifigkeit über die Längsachse und lenkt den Wasserverlauf zu den Tips für einen satten Pop. Darüber hinaus teilt die Doppel Konkave bei der Landung das Wasser und sorgt damit für weiche Landungen.

Doppel Konkave

 

Rocker

Betrachtet man ein Kiteboard seitlich von Tip zu Tip beschreibt der Rocker die Bodenkurve. Zu den verschiedenen Arten von Rockern zählen wir den „Continous Rocker“ – dabei handelt es sich um eine Rockerlinie welche von Tip zu Tip in einer durchgehend gleichen Kurve verläuft. Im Unterschied dazu weist der „3 Stage Rocker“ ein flacheres Mittelteil zum Verlauf der Bodenkurve an den Tips auf.

 Kiteboard Rocker

Flat Rocker

Ein flacher Rocker wirkt sich positiv auf die Leichtwindeigenschaften sowie die Upwind Eigenschaften aus. Je länger die Kante im Wasser, desto besser bei Leichtwind. Dafür muss man Abstriche bei Komfort im Kabbelwasser und der Kontrolle in überpowerten Bedingungen machen.

Findet Verwendung bei: Anfänger Kiteboards, Leichtwind Kiteboards

Medium Rocker

Der Medium Rocker wird für die meisten Kiteboards am Markt verwendet. Diese Rockerlinie ist der ideale Kompromiss aus positiven und negativen Eigenschaften.

Findet Verwendung bei: Freeride Kiteboards, Freestyle Kiteboards

High Rocker

Kiteboards mit einem High Rocker sind vor allem für Fortgeschrittene Kiteboarder interessant. Diese Rockerlinie spielt ihre Vorzüge bei schnellen Landungen und überpowerten Bedingungen aus. Enge Turns und sehr gute Boardkontrolle stehen den schlechten Leichtwindeigenschaften gegenüber.

Findet Verwendung bei: Wakestyle Kiteboards

 

Channels

Channels befinden sich an den Tips von Kiteboards. Diese verleihen dem Board einen verbesserten Grip, sodass sich manche Boards auch ohne Finnen fahren lassen. Die Channels brechen ähnlich wie eine Doppelkonkave das Wasser bei Landungen und federn diese geradezu ab.

Channels Kiteboard

 

Tips

Die Tips sagen viel über das Fahrverhalten eines Kiteboards aus. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen runden und eckigen Tips.

Eckige oder Square Tips

Eckige Tips sorgen für einen hervorragenden Pop, dafür verzichtet man auf enge Carving Turns.

 

Runde oder Rounded Tips

Runde Tips werden gerne für Freeride Kiteboards verwendet – diese verleihen dem Board zwar etwas weniger Pop,  machen es drehfreudig und vergrößern den Windbereich.

Boardgröße – Twintip Kiteboard

Nachdem Twintip Kiteboards kein Volumen wie Directional Kiteboards aufweisen, beschreibt die Kiteboardgröße eines Twintips lediglich die Breite und die Länge des Boards.

 

Boardbreite

Die Breite eines Kiteboards ist ausschlaggebend für die Leichtwindeigenschaften. Darüber hinaus verleiht es dem Board einen verbesserten Pop und eine sehr gute Stabilität. Ist das Kiteboard jedoch zu breit im Verhältnis zum Körpergewicht des Kitesurfers gewählt, so wirkt es sich negativ auf die Fahreigenschaften, im Speziellen auf die Kontrolle, aus.

 

Boardlänge

Ein längeres Board wirkt sich beim Kitesurfen positiv auf die Geschwindigkeit jedoch negativ auf die Leichtwind Eigenschaften und die Drehfreude aus. Außerdem verliert man damit in kabbeligen Bedingungen leicht die Kontrolle über das Board.

In diesen SPLEENE Talks findest du einen detaillierten Beitrag zur Kiteboard Größe oder zur Kite Größe.

Spleene Carbon Kiteboards

Flex – Twintip Kiteboard

Als Flex beschreibt man die Steifigkeit sowohl in Längsrichtung als auch in der Querachse (Torsion). Der Flex in Längsrichtung lässt sich schnell und einfach bei jedem Board testen. Dazu hält man das Board gerade und übt in der Mitte des Boards Druck aus. Es wird zwischen Soft, Medium und Hard Flex unterschieden.

Soft

Kiteboards mit weichem Flex fahren sich selbst bei Kabbelwasser äußerst angenehm und komfortabel. Der Komfort geht hierbei allerdings ein wenig zu Lasten der Geschwindigkeit.

Medium

Die goldene Mitte aus Soft und Hard Flex bietet für fast alle Bedingungen einen guten Kompromiss.

Hard

Einen harten Flex findet man vorwiegend bei Wakestyle Kiteboards, denn dabei steht ein explosiver Pop im Vordergrund. Der harte Flex kann seine Vorzüge ideal in Flachwasser ausspielen, allerdings geht bei choppy Bedingungen der Komfort verloren.

unhooked Action SPLEENE Kiteboarding

Twintip Kiteboard Bauweise

Die Basis bildet bei SPLEENE Kiteboards immer ein Holzkern. Dabei achten wir sorgsam auf die Auswahl des richtigen Holzes, damit das fertige Kiteboard den von uns gewünschten Mix aus Flex und Steifigkeit hat. Darüber hinaus verwenden wir Holz mit langen Fasern, denn dies bewirkt einen geringeren Verbrauch von Harz beim Laminieren.

Twintip Kiteboard – Snowboard Bauweise mit Glasfaser – kurz erklärt

Der Kern gibt die Umrisse des Kiteboards vor und bildet die Basis. Hier bei SPLEENE fräsen wir mit einer 5-Achsen CNC Fräse die Holzkerne aus und haben dadurch die Möglichkeit eine 3D Oberfläche – das sogenannte 3D Spider Deck – zu schaffen. Durch die unterschiedliche Dicke der 3D Oberfläche lassen sich gezielt die Kräfte, welche auf das Board in Verwendung einwirken, lenken. Dieses Detail ist vor allem im Zusammenhang mit Glasfaser Kiteboards interessant, da sich eine gezielte Verteilung der Kräfte mittels Glasfasermatten ansonsten nicht bewerkstelligen lässt.

Anschließend wird entlang der gesamten Outline eine ABS Kante an den Rails angebracht – diese wird später die Kante vor Beschädigungen schützen.

Nun werden die Inserts für die Bindung, Handle und Finnen in die von der CNC Fräse vorbereiteten Ausnehmungen eingesetzt und verklebt.

Und nun kommt es zu den verschiedenen Schichten oder auch Layers genannt, welche im Anschluss mittels Epoxy Harz mit dem Holzkern verbunden werden sollen. Die unterschiedlichen Layers haben alle eine Aufgabe und werden später das Fahrverhalten des Kiteboards massiv beeinflussen. Je nachdem wie viele und welche Lagen Verwendung finden, desto weicher oder härter fällt der Flex oder die Festigkeit des Kiteboards aus. Dabei lässt der Board Entwickler niemals die ideale Balance aus Gewicht, Performance und Festigkeit außer Acht. Darüber hinaus ist ein Layer auch für das Design des Kiteboards verantwortlich.

Schicht für Schicht werden die Layers von Hand laminiert und mit dem Holzkern verbunden, um im Anschluss am Rockertisch auf einer negativen Form unter einer riesigen Presse Platz zu nehmen. Unter Druck und Hitze werden die Schichten perfekt miteinander verbunden. Der Einsatz des SPLEENE 3D Spider Decks an der Oberseite und die Channels am Unterwasserschiff machen diesen Arbeitsschritt zu einem komplexen Prozess. Die Arbeit an einem flachen Kiteboard (2D) ist dagegen ein Kinderspiel.

Nachdem das Harz ausgetrocknet und das Board abgekühlt ist, wird das überschüssige Material an den Rails entfernt und die anfangs gesetzten Inserts aufgebohrt. Zum Schluss legt der Shaper nochmal seine Hände an die Kanten und gibt den Rails einen letzten Schliff.

Die Glasfaser Bauweise empfehlen wir an folgende Könnerstufen: Anfänger, Intermediate, Pro

SPLEENE Kiteboards in Glasfaser Bauweise: SPLEENE High Tech DOOR, SESSION, RIP; Radical Style WAKE

SPLEENE High tech Line Top Deck Kiteboard

Twintip Kiteboard – Carbon Bauweise – kurz erklärt

Die SPLEENE Carbon Bauweise unterscheidet sich ein wenig von der herkömmlichen Snowboard Bauweise. Selbstverständlich bildet auch bei den SPLEENE Carbon Boards ein Holzkern die Basis. Doch nach dem Anbringen der ABS Kante und dem Setzen der Inserts werden keine Layers miteinander laminiert, sondern das Carbongelege.

SPLEENE verwendet dafür unidirektionales Gelege. Im Unterschied zu verwobenem Carbon Gelege, welches man auch oft als Sichtcarbon verwendet, lassen sich mittels unidirektionalen Gelege einwirkende Kräfte besser lenken.

Lediglich ein Nylonfaden hält die sauber geordneten Fasern zusammen. Um die gewünschte Steifigkeit der Längs- und Torsionsrichtung zu erzielen, wird die erste Carbonlage 30 Grad zur Längsrichtung versetzt. Die zweite Lage wird entlang der Längsrichtung angebracht und die letzte Carbon Lage wird im 60 Grad Winkel zur ersten Lage platziert.

Um eine optimale Performance zu gewährleisten und Gewicht zu sparen, verzichtet SPLEENE auf den Einsatz von Sichtcarbon und Grafik-Layers, welche ausschließlich einen optischen Effekt erzielen.

Ein weiteres Highlight ist das Vakuum Fusion Verfahren welches SPLEENE für seine Carbon Kiteboards verwendet. Hierbei wird mittels Unterdrucks das Harz in die offenen Poren des Kiteboards gesaugt. Diese Bauweise erlaubt eine äußerst sparsame Verwendung von Harz und hilft unnötiges Gewicht bei gleicher Festigkeit einzusparen. Nach dem Trocknen wird das Kiteboard gleich wie bei der Glasfaser Bauweise fertig gestellt.

SPLEENE Carbon Kiteboards werden in Handarbeit in Deutschland entwickelt und produziert. Dadurch ist es möglich hochkomplexe Verfahren einzusetzen und die gewohnte SPLEENE Qualität zu liefern.

 

Die Carbon Bauweise empfehlen wir an folgenden Kitesurf Könnerstufen: Intermediate, Pro

SPLEENE Kiteboards in Carbon Bauweise: SPLEENE Carbon DOOR, Carbon SESSION, Carbon RIP

Carbon Kiteboard SPLEENE

FAZIT Glasfaser Kiteboard oder Carbon Kiteboard?

Dazu gibt es kein Richtig oder Ralsch, doch die Waage lügt niemals. Das geringe Gewicht von Carbon Kiteboards ist neben den performanceorientierten Fahreigenschaften wohl der größte Pluspunkt. Nicht nur Big Air Kiteboarder, Leichtwind Cruiser und Oldschool Kiter freuen sich über die federleichten Boards, auch Freerider gewöhnen sich schnell an den Hauch von Nichts an ihren Füßen.

Glasfaser Kiteboards glänzen im Gegenzug ebenfalls mit hervorragenden Fahreigenschaften, aber einem höheren Gewicht. Dank der etwas günstigeren Produktionskosten haben Glasfaser Kiteboards in Snowboardbauweise jedoch einen nicht zu verachtenden Preisvorteil zu Carbon Boards.

FAQs – Twintip Kiteboard

Ist ein Carbon Kiteboard besser als ein Glasfaser Twintip?

Das kommt auf den Anwendungszweck und die persönlichen Vorlieben an.

Was bringt eine Konkave am Unterwasserschiff des Kiteboards?

Die Konkave am Unterwasserschiff beeinflusst verschiedene Fahreigenschaften des Kiteboards.

Eckige oder Runde Tips am Kiteboard?

Eckige Tips generieren mehr Pop und runde Tips lassen dich enge Turns ziehen.

Welche Kiteboard Größe?

Das kommt ganz auf dein Körpergewicht, deine Könnerstufe und dein bevorzugtes Revier an.

Bedeutet mehr Flex automatisch mehr Komfort.

Nein, der Flex sagt viel über die Lebendigkeit des Boards aus. Der Flex sollte auf persönliche Vorlieben, Anwendungsgebiet und Revier abgestimmt sein.

Ausrüstung direkt online kaufen im SPLEENE Store

SPLEENE Kiteboarding - QX Kite

QX

Freeride Kite

SPLEENE Kiteboarding - SPX Kite

SPX

Freestyle Crossover Kite

SPLEENE Kiteboarding - QX Light Kite

QX Light

Lightwind Kite

SPLEENE Kiteboarding - X-BAR

X-BAR

Control Bar

SPLEENE Kiteboarding - Carbon Pro Kiteboards

Carbon Pro Line

High Performance Kiteboards

SPLEENE Kiteboarding - High Tech Kiteboards

High Tech Line

Freeride Kiteboards

SPLEENE Kiteboarding - RS Kiteboards

RS Line

Freestyle Kiteboards

SPLEENE Kiteboarding - Wave Directionals

Directionals

Wave and Freestyle

SPLEENE Kiteboarding - FABFOIL

FABFOIL

Allround Foil

SPLEENE Kiteboarding - High Tech Kiteboards

FOILBOARDS

BOARD 25 und 45