SPLEENE Talk – Kitesurfen bei Olympia 2024 in Paris
Mitte 2018 ist endlich die Entscheidung gefallen: Kitesurfen wird olympisch und zwar 2024 bei den Olympischen Sommerspielen von Paris in Frankreich. Bis dorthin war es ein langer Weg, doch wie es scheint setzt der Olympische Verband zunehmend auf Sportarten, die auch bei jungen Menschen populär sind. Neben Kitesurfen hat man in den letzten Jahren auch Wellenreiten, BMX, Baseball und Karate olympisch gemacht. Die Bestrebung Olympia für eine junge Zielgruppe attraktiv zu machen, kommt dem Kitesurfsport auf jeden Fall zu Gute. Wenn Kitesurfen mehr Aufmerksamkeit bekommt, fließen hoffentlich künftig mehr Sponsorengelder in diese Richtung.
Welche Kitesurf Disziplin wird olympisch?
Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris wird die Kitesurf-Disziplin klar definiert. Die ursprünglich geplante Mixed Doublehanded Offshore-Option wurde verworfen, stattdessen gibt es getrennte Kitesurf-Wertungen für Männer und Frauen. Die IOC-Entscheidung unterstützt das Foilrace-Format, wobei Frauen (Formula Kite) und Männer (Formula Kite) in separaten Wettbewerben antreten. Damit wird die Olympiateilnahme für kleinere Nationen möglich, die nur einen Fahrer oder Fahrerin nach Frankreich schicken.
Freestyle oder Big Air Disziplinen sind nicht geplant für Olympia 2024.
Freestyle oder Big Air Disziplinen sind nicht geplant für Olympia 2024.
Welche Kites und welches Kitefoil wird bei Olympia verwendet?
Für die olympische Kitesurf-Disziplin bei den Spielen 2024 in Paris wird das Formula Kite-Format verwendet. Es umfasst eine festgelegte Kiteklasse, nämlich das IKA Formula Kite Racing. Dieses Regelwerk definiert die verwendeten Kites und Kitefoils, um eine einheitliche Wettbewerbsplattform zu gewährleisten. Athleten nutzen speziell für Olympia zugelassene Foil-Kites und Hydrofoils, die für Geschwindigkeit und Leistung optimiert sind, um in dieser aufregenden Disziplin bei Olympia anzutreten.
In welchen Bedingungen werden die olympischen Kitesurf Bewerbe abgehalten?
Kitefoilen als Olympische Disziplin ist mit Sicherheit auch aufgrund der unkompliziert erscheinenden Windbedingungen so wohlwollend aufgenommen worden. Olympische Bewerbe will man in einem Windbereich zwischen 5 und 40 Knoten abhalten, dabei dürfen die Riderinnen und Rider zugelassene Kites in der Größe von 7qm² bis 25qm² nutzen.
Professionelle Kitesurfer starten mit dem Olympia Training
Viele Pro Kitesurfer haben längst mit dem Training für Olympia gestartet. Viele Kitefoiler sehen in dieser jungen Disziplin eine Chance auf eine olympische Medaille. Auch Freestyle Kitesurfer, für die es bis vor kurzem undenkbar war, sind zwischenzeitlich auf das Kitefoil umgestiegen. Die Chance bei Olympia dabei zu sein, ist in einem Nischensport wie dem Kitefoilen natürlich sehr viel größer als bei populären und weiter verbreiteten Sportarten wie zum Beispiel Fussball oder Handball.
Wie sieht das Kitefoil Raceformat bei Olympia aus?
Die Segelveranstaltungen der Olympischen Spiele Paris 2024 finden vom 28. Juli bis zum 8. August 2024 statt. Im Rahmen des offiziellen Kiteboarding-Formats, der Formula Kite-Klasse, treten insgesamt 40 Fahrer (20 Männer und 20 Frauen) an, um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen zu kämpfen. Die Eröffnungsserien für Männer und Frauen finden am 4., 5., 6. und 7. August von 5 Uhr bis 13 Uhr statt. Das Medaillenrennen für beide Geschlechter ist für den 7. August von 5 Uhr bis 13 Uhr angesetzt.
Dabei absolvieren die Fahrer einen mit Bojen abgesteckten Kurs, der Abschnitte beinhaltet, auf denen sie gegen den Wind (Upwind), mit dem Wind (Downwind) und seitlich zum Wind (Reach) fahren müssen. Die Bojen dienen als Referenzpunkte und markieren die Strecke, die die Athleten zurücklegen. Während des Rennens wechseln die Fahrer und Fahrerinnen geschickt zwischen den verschiedenen Kursabschnitten, optimieren ihre Segel- und Kite-Positionen und treffen taktische Entscheidungen, um die bestmögliche Geschwindigkeit und Effizienz zu erreichen.
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