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SPLEENE Talk – Kitegröße, wie wähle ich die richtige aus?

Jun 30, 2019 | SPLEENE Talk

Kennst du  das Gefühl, wenn du zum Strand kommst und keine Ahnung hast, welche Kitegröße du aufbauen sollst? Du siehst Kitesurfer mit 15qm² großen Kites  im Wasser und andere, die gerade mal mit einem 9er Kite unterwegs sind? Die Frage, welche Kitegröße du schlussendlich verwenden sollst, ist somit mehr als berechtigt.

SPLEENE Kiteboarding Kites am Strand

Warum sind bei ein und derselben Kitesession Kiter mit so unterschiedlichen Kitegrößen unterwegs?

Welche Kitegröße du bei einer Session wählst, hängt von einigen verschiedenen Faktoren ab. Hier findest du eine Liste der wichtigsten Variablen:

Gewicht des Kitesurfers:

Das Gewicht des Kitesurfers ist ausschlaggebend, wenn es um die Kitegröße geht. Prinzipiell lässt sich sagen: Je leichter der Rider, desto kleiner die Kitegröße. Diese Formel lässt sich nach unten allerdings nicht unendlich erweitern.

 

Welche Kiteboard Größe:

Die Kiteboard Größe ist neben der Kitegröße der wichtigste Faktor, um bei wenig Wind ins Gleiten zu kommen. Viele Vergleichstests sind sogar zu dem Schluss gekommen, dass ein größeres Kiteboard wie eine SPLEENE Door mit zB. einem 12qm² Kite bessere Leichtwindeigenschaften hat, als ein kleineres Freeride Board mit einem 17qm² Kite. Eine große Fläche unter den Füßen und ein agiler Kite, der durch schnelle Sinusbewegungen Kraft generiert, lässt den Kitesurfer bereits sehr früh angleiten. Dazu gilt: Eine lange Boardkante lässt dich auch besser Höhe fahren.

 

Welches Kitemodell:

Verschiedene Kiteformen bringen unterschiedliche Flugeigenschaften der Kites zum Vorschein. Wakestyle Kites sollen einen konstanten Zug und einen explosiven Pop liefern, Freeride Kites liefern stabile Flugeigenschaften und einen linearen Druckaufbau im Turn, dabei ist die Drehgeschwindigkeit nicht ganz so wichtig.

Wave Kites hingegen sollen so schnell wie möglich drehen und  –  auch wenn sie drucklos auf 11 Uhr gestellt werden  –  gut mitdriften, damit der Kiter die Welle abreiten kann. Doch jeder dieser Kites hat neben den beschriebenen Flugeigenschaften auch verschiedene Low-Wind-Eigenschaften. Leichtwind Kites weisen aktuell eine leichte bis starke Delta Form auf, um die sogenannte Aspect Ratio (Die Aspect Ratio von Kites gibt das Verhältnis von Spannweite zur Höhe an. Ein Kite mit kleiner AR ist gutmütiger im Handling, ein Kite mit größerer AR ermöglicht eine höhere Performance) zu erhöhen und mehr nutzbare Fläche für den Wind zu generieren, dafür leidet allerdings die Agilität ein wenig.

 

Welche Kitemodelle gibt es aktuell?

  • Delta Kites
  • Freestyle / Wakestyle Kites
  • Wavekites
  • Foilkites
  • One Strutter /No Strutter Kites
  • Racekites

Welche Kitesurf-Disziplin:

Welche Kitegröße du nutzen sollst, wird natürlich auch von der Kite Disziplin beeinflusst. Big Air und Old School Kiter wollen überpowert sein, damit sie hoch springen und so viel Zeit wie nur möglich in der Luft für Boardoffs und ähnliche Manöver haben. Deshalb entscheiden sich Old Schooler immer für ein paar Quadratmeter größere Kites. Im Gegensatz dazu wählt der Directional Kiter einen schnellen, kleinen Kite, der besonders wendig ist und mit dem sich enge Turns aufs Wasser zaubern lassen. Directional Fahrer haben den zusätzlichen Vorteil, dass Volumenboards viel mehr Auftrieb haben als z.B. Twintips. Ein weiterer Ausreißer sind die Kitefoiler, die im Schwebezustand kaum Vortrieb zum Fahren benötigen – die Kitefoiler fahren mit Abstand die kleinsten Kites.

TIPP: Im Durchschnitt liegen die Freerider, die gemütlich cruisen und einige Manöver üben. Nach diesen Kitesurfern kannst du dich ganz gut richten, sofern die Boardgröße und das Gewicht einigermaßen übereinstimmen.

Fahrkönnen:

Die Kitegröße ist zu guter Letzt auch stark vom Fahrkönnen des Kitesurfers abhängig. Anfänger wählen im Vergleich zu fortgeschrittenen Kitern größere Kites. Als Kitesurf Anfänger ist es schwierig sich auf die Kitesteuerung und die Boardsteuerung gleichzeitig zu konzentrieren. Aus diesem Grund werden Kites mit gutem „Sheet in and Go“ Verhalten gewählt. Das heißt: Durch das Anziehen der Bar wird bereits so viel Lift generiert, um auf dem Board zu stehen. Dann wird der Kite nach vorne gelenkt und los geht’s!

Fazit: Wie wählt man die richtige Kitegröße aus?

Sofern du keinen Windmesser dabei hast, um die Bedingungen richtig einzuschätzen, richtest du dich am besten nach einem Kitesurfer mit ähnlichem Fahrkönnen, Gewicht und Boardgröße. Weiter unten findest du als Richtwert den SPLEENE Kite Selector. Damit kannst du bei mittlerem Fahrkönnen einschätzen, bei welchen Bedingungen und welchem Gewicht wir die unterschiedlichen SPLEENE Kites – den SPX, den QX und den QX light – empfehlen.

Tabelle für Kitegröße je Körpergewicht und Wind